Welpentraining für Anfänger

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Welpen lernen rund um die Uhr mit großer Begeisterung. Damit die Wissbegierde zu einem angenehmen Miteinander mit den Menschen wird, beginnst Du auch beim Welpentraining für Anfänger sofort mit der Lernarbeit. Bei der Welpenerziehung lernen die Kleinen gleichzeitig ihren Rang im Deinem Mensch-Hund-Rudel kennen. Im Laufe der Jahre bedeutet das einen entspannten Umgang auch in neuen Situationen.

 

Welpentraining für Anfänger – so gelingt gleich ein guter Einstieg

Der erste Tag im neuen Zuhause ist für jeden Welpen verwirrend. Er muss sich an zig Gerüche, Geräusche und optische Reize gewöhnen. Deshalb richtest Du seinen neuen Platz am besten vor der Abholung ein. Dazu hatte ich damals z.B. folgende Dinge in der Wohnung platziert:

  • Hundekorb im Wohnzimmer und Hundehöhle im Flur
  • Halsband und Leine zum Anschnuppern
  • Futterstation mit Wasser- und Futternapf
  • Quietschespielzeug und Spielknoten
  • Leckerlis im geschlossenen Futterdummy
  • Beutel für Hundekot (ich habe immer fünf Beutel in einem Ü-Ei dabei)

Der Welpe wird zunächst wie wild durch die Räume marschieren und nahezu alles ausprobieren. Also nimm Dir bitte mindestens einen Tag frei und dulde nicht alles, was der Kleine ausprobiert. Vor allem belohne ihn tüchtig, wenn er etwas richtig macht.

 

Stubenrein nach wenigen Tagen durch sinnvolles Training

Dein neuer Hund orientiert sich sehr stark an Dir. Diese intensive Beobachtung kannst Du für wichtige Lehrstunden nutzen. Besonders wichtig ist der Start beim Welpentraining für Anfänger mit dem Ziel, den Welpen stubenrein zu bekommen. Ich selbst höre das immer wieder: „Es klappt einfach nicht gut.“ Stimmt aber nicht! Ein Welpe in den ersten drei bis sechs Lebensmonaten kann seinen Körper noch nicht kontrollieren. Du allerdings kannst herausfinden, wann genau die Unglücke passieren. Auch dafür brauchst Du Freizeit, um jederzeit zur Stelle zu sein. Dies konnte ich an meinem eigenen Welpen feststellen und nutzen:

  • Immer beim Aufwachen war als erstes die Verdauung aktiv. Also habe ich meinen Welpen immer nach dem Aufwachen genommen und bin mit ihm eilig zur Wiese gelaufen. Schon nach zwei Tagen hat er sein Bedürfnis deutlich gemeldet.
  • Immer bei neuen Aufregungen sind Pinkelunglücke passiert. Also habe ich Hausgäste auf die Situation hingewiesen und sie soweit möglich VOR der Haustür begrüßt – mit Welpe. Nach einer Woche verstand er das Prinzip, und mein Läufer im Flur blieb trocken.
  • Gereinigte Stellen in der Wohnung habe ich jedes Mal mit geruchsbindenden Sprays behandelt. Denn ein Welpe macht NIE in sein Bett, jedoch dorthin, wo er andere Hunde riecht. Also: Er hat nichts gerochen und nach zwei Tagen gemerkt, dass meine Wohnung sein Bett ist.
  • Lob begeistert Welpen, weil sie jederzeit alles richtig machen möchten. Bestimmt habe ich für Passanten und Hausgäste komisch geklungen. Aber die Freude über das Lob und der schnelle Erfolg bei der Stubenreinheit war die schrägen Blicke wert.
  • Leckerli sind auch als Belohnung sinnvoll. Nur: Füttere sie bitte nicht zusätzlich zum normalen Futter. Vielmehr ziehe die Belohnungsmenge von den zwei Tagesmahlzeiten ab. Ansonsten kann Dein Welpe schon früh Übergewicht entwickeln.

Möchtest du dich darüber hinaus informieren, empfehle ich dir übrigens dieses Buch.

Spaziergänge für die Welpenerziehung nutzen

Spaziergänge bieten Deinem Welpen neue Orientierungsmöglichkeiten. Sie begegnen anderen Hunden, vielen Menschen und unterschiedlichen Umgebungssituationen. Nimm deshalb immer den Futterdummy mit. Führe in das Hundetraining wichtige Kommandos ein. Lass dafür zunächst den Welpen an der Leine. So erfährt er am einfachsten, wann er kommen soll oder gehen darf, wann Sitz mit einem Leckerli belohnt wird oder durch Platz (oder Down) eine angespannte Situation entschärft wird. Wie schnell Dein Hund das alles lernt, hängt von mehreren Faktoren ab, unter anderem diesen:

  • Das Alter des Welpen. Am schnellsten lernen Welpen bis zur 12. Lebenswoche. Bis zum 6. Lebensmonat gelingen die wichtigen Erziehungsgrundlagen ebenfalls noch gut.
  • Der Charakter des Welpen. Ängstliche Hunde lernen eher in mehreren Anläufen, gelassene Welpen ruck-zuck.
  • Die Rasse des Hundes. Tatsächlich muss Dir auch als Anfänger klar sein, dass ein Jagdhund sich anders verhält als ein Welpe einer Familienhunderasse.
  • Dein eigener Charakter. Wenn Du selbst ständig etwas anderes verlangst, verwirrst Du Deinen Welpen. Wenn Du selbst ängstlich auf manche Situationen reagierst, missversteht Dein Hund das. Gelassenheit und Geduld sind gute Fähigkeiten für das Training. Übe beides am besten gleich mit dem Hund – er wird es Dir mit schnellen Lernerfolgen danken.

tricks zum welpentraining

 

Welpenschule? Aber ja!

Zum Welpentraining für Anfänger gehört der Besuch einer Welpenschule. Ich selbst lebe mit meinem Hund in einer Gegend, in der er nicht vielen Artgenossen begegnen kann. Aber ein Hund ohne Kontakt zu anderen Hunden ist später problematisch. Denn soziale Regeln unter Hunden können in den ersten Lebensmonaten vor allem durch den Kontakt zu anderen Hunden gleichen Alters oder auch erwachsenen Hunden ausgetauscht werden. Durch die regelmäßige Begegnung mit gleichen Lerneinheiten fühlt sich jeder Welpe gut angekommen. Auch Du lernst dabei einiges über Dich selbst. Speziell für Anfänger ist dies eine wertvolle Lektion. Schließlich vertieft der Besuch einer Welpenschule Eure Bindung als Mensch-Hund-Rudel. Immerhin lernt der Kleine dabei, dass er sich in wirklich jeder Situation auf Dich verlassen kann. Selbst ein ängstlicher Welpe wird dabei allmählich selbstsicherer.

Es gibt auch eine Online Welpenschule, besonders zu empfehlen ist aber diese Online Hundeschule ab der 12. Woche deines Hundes.

 

Sechs Tricks zum Welpentraining

Streng nach Lehrbuch? Das gelingt nur bei wenigen Welpen, noch weniger bei einem Training Deines Ersthundes. Aber rings um die gemeinsame Lehrzeit kannst Du allerhand verbessern, um auch ohne bisherige Erfahrung freudige Erfolgserlebnisse zu bekommen. Diese folgenden Tricks zum Welpentraining kannst Du auch später für Trainingseinheiten beim erwachsenen Hund nutzen:

1. Trick: Schaffe eine entspannte Erziehungsumgebung. Falls erste Trainingsversuche auf der Hundewiese nicht gelingen, setze sie ohne Schimpfen oder Strafen später in der Wohnung fort.

2. Trick: Nutze die Alltagsphasen Deines Welpen. Nach einer Mahlzeit sind viele Welpen sofort schläfrig. Müdigkeit schließt Konzentration aus. Vor der nächsten Mahlzeit kann eine Übermotivation eintreten. Also finde heraus, wann der Kleine besonders aufmerksam ist. Sobald sein Interesse nachlässt, unterbrichst Du.

3. Trick: Bringe Spaß in das Training. Spielerisch lernen Welpen am liebsten und merken sich solche Erfolge auch am längsten.

4. Trick: Arbeite mit unterschiedlichen Reizen, zum Beispiel akustischen oder optischen Signalen. Verbinde immer die gleiche Reaktion mit immer dem gleichen Anreiz, also Deine Stimme bei einem Kommando mit einem Quietschen des Hundespielzeugs oder mit einer auffordernden, unmissverständlichen Handbewegung.

5. Trick: Quatsch nicht! Dein Welpe ist in seiner neuen Umwelt so vielen Anregungen ausgesetzt, dass er auf endlose Sätze beim Erziehen höchstens mit Bellen, seltener mit Lernerfolgen reagiert. „Mach jetzt mal Sitz“ klingt für ihn wie ein „Wauwauwau sitz“, falls er nach all dem Wau das Sitz überhaupt noch hört. Aber „Sitz“ in Verbindung mit dem Fingerzeig ist eine klare Ansage.

6. Trick: Zeige Familienmitgliedern und häufigen Begegnungen Dein Vorgehen bei der Erziehung! Später soll der Welpe schließlich die erlernten Dinge auch beim Kommando durch Dritte befolgen.

 

Fazit:

Welpentraining für Anfänger ist sowohl für Deinen Hund als auch für Dich selbst eine besondere Erfahrung. Mit Geduld, Gelassenheit und steter Konsequenz gelingen die ersten Lernerfolge bereits nach zwei Tagen bis zwei Wochen. Ich selbst rate jedem Hundebesitzer, nicht nur Anfängern, zusätzlich den Besuch einer Welpenschule. Dort erfährt Dein Vierbeiner außer neuen Trainingseinheiten auch die nötige Sozialisierung gegenüber Artgenossen.

Ab der 12. Woche gibt es eine sehr gute Online Hundeschule die ich dir ans Herz lege.

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