Clickertraining Hund Übungen für Anfänger

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Maximilian
Maximilian
Hallo liebe Leser, das hier auf dem Foto bin ich mit meinem Hund Ela. Seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit Hunden. Ich liebe Hunde und das Zusammenleben mit Ihnen. Deswegen probiere ich auch gerne Neues aus :) Jetzt wünsche ich dir aber viel Spaß auf meinem Blog, Maximilian

Das Clickertraining in der Hundeerziehung

Wer sich mit Hundeerziehung beschäftigt, der kommt früher oder später mit dem Clicker für Hunde in Berührung, denn mit dem Clickertraining kann dein Hund Übungen sehr schnell lernen. Ich selber habe den Clicker jahrelang gemieden. Er erschien mir unpersönlich und überdies fand ich es unpraktisch, dieses kleine Ding überall mit hin nehmen zu müssen. Bis ich es einmal selbst ausprobiert habe – seitdem bin ich Clicker-fan und mein Hund auch!

 

Clickertraining für Hunde Anfänger

Der Clicker für Hunde selbst ist ein kleiner Knackfrosch, der in jede Hand passt und ein mehr oder weniger lautes Klick-Geräusch von sich gibt. Bevor du ihn für das Training nutzen kannst, musst du deinen Hund auf das Klicken konditionieren. Er muss also das zunächst neutrale Klick-Geräusch mit Futter verbinden. Das funktioniert in den meisten Fällen sehr schnell – du klickst und gibst deinem Hund gleichzeitig ein Leckerli. Mein Hund hatte nach zehn Wiederholungen kapiert, dass jeder Klick Futter bedeutet. Überprüfen kannst du das, in dem du klickst und nicht sofort Futter gibst, sondern auf die Reaktion deines Vierbeiners wartest. Schaut er dich erwartungsvoll an, nach dem Motto „wo bleibt mein Futter?“ Prima, dann hat er das Prinzip verstanden und du kannst mit dem eigentlichen Clickertraining mit deinem Hund und den Übungen loslegen. Wenn nicht, musst du einfach noch ein paar mal klicken und dabei das Leckerchen geben.

 

Clickertraining – so viel mehr als nur eine Hunde-Übung

Hat dein Hund einmal verstanden, dass der Klick ein Futterversprechen ist, dann kannst du dir den großen Vorteil des Clickertrainings zu Nutze machen: Du kannst jedes erwünschte Verhalten deines Vierbeiners punktgenau mit einem Klick festhalten und anschließend mit Futter belohnen. Bevor ich den Clicker für mich entdeckt habe, hatte ich zum Beispiel das Standard-Problem aller Hundeführer beim Fußlaufen. Mein Hund lief bei Fuß, schaute zu mir hoch und dieses erwünschte Verhalten wollte ich belohnen. Also kramte ich in meiner Futtertasche, aber bis ich endlich die Futterbelohnung parat hatte, schaute er meistens schon wieder ganz wo anders hin. Die Belohnung kam zu spät, mein Hund hatte keine Chance, das korrekte Fußlaufen mit Blickkontakt mit der Belohnung zu verbinden. Mit dem Clicker passiert dir das nicht. Du kannst den Blick deiner Fellnase mit dem Klick punktgenau bestätigen und hast anschließend genügend Zeit, in der Futtertasche nach dem versprochenen Leckerli zu kramen.

 

Der Clicker in der Hundeerziehung

Auch die Platzablage hat mein Hund als Welpe dank dem Clicker ganz schnell verstanden. Blieb er liegen, während ich mich entfernte, klickte ich und er bekam die versprochene Belohnung. Stand mein damals quirliger Junghund nach dem Klick auf, war das nicht weiter schlimm, schließlich hatte ich das richtige Verhalten Liegen bleiben ja bereits mit dem Klick bestätigt. Da es gerade jungen Hunden die Platzablage schwerfällt, wenn sich der Besitzer entfernt, ist diese Form des Trainings für sie viel einfacher zu verstehen und mit deutlich weniger Frust verbunden als ständige Korrekturen.

Auslastung mit dem Clicker

Wer jetzt glaubt, der Einsatz des Clickers wäre in der klassischen Grunderziehung erschöpft, der täuscht sich gewaltig. Gerade in den Auslastungsmodellen (das ist schon was für erfahrenere Hundebseitzer), ist der Clicker ein wertvolles Hilfsmittel. Im Agility lassen sich mit dem Klicker zum Beispiel die Kontaktzonen trainieren, indem der Hundeführer klickt, wenn sich der Hund mit den Pfoten in der geforderten Kontaktzone befindet. Im Obedience muss der Hund unter Anderem ein Bringholz ruhig im Fang halten – auch dieser Moment lässt sich hervorragend mit dem Klicker festhalten und verlängern.

In den meisten Disziplinen wird mit dem Prinzip des „freien Shapens“ gearbeitet: Dabei wird ein zufälliges, erwünschtes Verhalten des Hundes durch den Klick bestätigt. Das führt dazu, dass er das Verhalten häufiger zeigt, da es sich für ihn lohnt. Der Hund wird also in eine Verhaltensweise „hineingeformt“. Es erfordert von deinem Hund aber auch jede Menge Denkarbeit, denn er muss erst einmal herausfinden, welches Verhalten überhaupt gewünscht ist. Das strengt an und macht müde.

 

Clicker für Hunde – Tricktraining

Ein beliebter Einsteigertrick ist den Hund mit allen vier Pfoten in eine Kiste steigen zu lassen. Natürlich kannst du deinen Hund mit der Futterhand in die Kiste führen. Dann folgt er aber nur dem Futter und nimmt gar nicht wahr, dass es eigentlich um die Kiste geht. Zudem musst du anschließend die Führhand wieder abbauen. Wesentlich effektiver ist es, den Hund über Versuch und Irrtum selbst herausfinden zu lassen, was du von ihm möchtet. Du präsentiert ihm also den Karton und lässt ihn probieren. Damit dein Hund schnell zum Erfolg kommt und motiviert bleibt, belohnst du im Clickertraining den Anfänger-Hund in kleinen Schritten.

 

  1. Erster Schritt: das Interesse des Hundes wird belohnt

Erst einmal reicht es schon, dass er sich überhaupt für die Kiste interessiert. Ist dein Hund sehr ängstlich bei fremden Gegenständen kannst du bereits klicken, wenn er überhaupt in die Richtung der Kiste schaut. Dein Vierbeiner wird schnell verstehen, dass es sich lohnt, sich für die Kiste zu interessieren.

 

  1. Zweiter Schritt: der Hund bietet Verhalten an

Ist das Interesse deiner Fellnase für den neuen Gegenstand geweckt, wird er sich bald intensiver damit beschäftigen und ihn wahrscheinlich mit der Schnauze oder den Pfoten berühren. Das klickst du natürlich.

Hunde, die das freie Shapen gewohnt sind, fangen sehr schnell an, auszuprobieren, welches Verhalten als richtig bestätigt wird. Ist dein Hund noch Anfänger, dauert es natürlich länger, bis er von sich aus verschiedene Verhalten anbietet. Je kleinschrittiger du das Clickertraining mit dem Hunde Anfänger aufbaust, desto einfacher ist es für ihn.

 

  1. Dritter Schritt: das richtige Verhalten wird belohnt und gefestigt

Nehmen wir an, dein Hund stellt jetzt bereits eine Pfote in die Kiste: Das bestätigst du einige Male mit einem Klick und lässt es dann nicht mehr ausreichen, so dass dein Hund schließlich auf die Idee kommt, auch noch eine zweite Pfote in die Kiste zu stellen. Du wirst sehen, dass er ruck zuck alle vier Pfoten in die Kiste stellt. Geht dein Hund nun zuverlässig mit allen vier Pfoten in den Karton, kannst du das mit einem Kommando belegen.

 

Clickertraining ist Kopfarbeit

Gerade für Anfänger Hunde sind die ersten Clickertrainingseinheiten wahnsinnig anstrengend, denn sie müssen selber Strategien entwickeln, um Erfolg zu haben. Deswegen ist es wichtig, dass du zwischendurch Pausen machst. Du wirst aber schnell merken, dass es deinem Hund Spaß macht. Dein Hund lernt, dass sich mitdenken und Eigeninitiative lohnen und ganz nebenbei lernt er auch, Frust zu ertragen. Gibt es für das von ihm gezeigte Verhalten keinen Klick, so muss er mit dieser Enttäuschung umgehen und sich etwas anders ausdenken. Gerade unsichere Hunde werden durch das Clickertraining selbstbewusster, weil sie Eigeninitiative entwickeln müssen und anschließend das Erfolgserlebnis haben, ein Rätsel selber gelöst zu haben.

 

Clickertraining Übungen für Anfänger

Der Clicker ist vielseitig einsetzbar, erfordert aber von dir präzises Timing, denn am Anfang zeigt der Hund ein Verhalten für den Bruchteil einer Sekunde – und genau diesen Zeitpunkt musst du mit deinem Klick erwischen. Dein Timing kannst du mit einer einfachen Übung trainieren. Bitte einen Freund, einen Tennisball auf den Boden zu prellen. Deine Aufgabe ist es, genau den Moment zu klicken, in dem der Ball den Boden berührt. Noch schwieriger wird es, wenn du deinen Trainingspartner bittest, den Ball in die Luft zu werfen und du klickst, wenn der Ball den höchsten Punkt erreicht hat. Wenn du dein Timing so geschult hast, dann kannst du dich auch an den Hund wagen.

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Zuletzt aktualisiert am 25. Oktober 2018 um 2:00 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Grenzen des Clickertrainings

Ist dein Hund auf den Clicker konditioniert, kannst du jedes erwünschte Verhalten vom Rückblick zu dir auf dem Spaziergang ohne Leine bis hin zum Beinchen heben damit bestätigen, deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Grenzen sehe ich persönlich da, wo mein Hund mich als Sozialpartner braucht, sei es, weil er zum Beispiel vor einem fremden Gegenstand Angst hat oder an einem pöbelnden Hund ruhig vorbeilaufen soll. Das sind für mich Situationen, in denen ich mich mit meiner Stimme, meinem Körper und meinen Emotionen in unsere Beziehung einbringen und nicht auf den unpersönlichen Clicker zurückgreifen möchte. Ich nehme den Clicker auch nicht zu unseren Gassirunden mit, aber in der Unterordnung, im Agility oder auch einfach nur, wenn es draussen kalt und nass ist und ich meinen Hund daheim irgendwie beschäftigen möchte, will ich den Clicker nicht mehr missen.

Beim Clickertraining mit Hund sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob in der Hundeerziehung oder den verschiedenen Auslastungsmodellen, der Clicker für Hunde ist ein wertvolles Hilfsmittel. Wie du mit dem Clickertraining deinem Hund Übungen beibringen kannst…

 

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