Problem: Hund stinkt aus dem Maul

Hund stinkt aus dem Maul

Von anderen Hundebesitzern höre ich oft die Aussage: “Mein Hund stinkt aus dem Maul”. Warum ausgerechnet mein Hund? Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Auch wenn die Feststellung vielleicht zunächst eine große Belastung für manche Mensch-Hund-Beziehung darstellt und die Freundschaft zwischen dir und deinem Hund, insbesondere bei andauerndem Mundgeruch, auf eine harte Probe gestellt wird. Verzweifeln musst du deshalb nicht. Das Problem ist lösbar!

Ein Hund kann dabei aus den verschiedensten Gründen Mundgeruch haben. Nur ein länger anhaltender Mundgeruch ist bei Hunden oft ein Anzeichen dafür, dass irgendetwas mit dem Vierbeiner nicht stimmt. Wenn der schlechte Mundgeruch trotz ausgiebiger Mundhygiene und Zähneputzen nicht verschwindet, ist daher dringend eine Abklärung der Ursache beim Tierarzt anzuraten.

Nicht ohne Grund sind die häufigsten Suchanfragen in diesem Zusammenhang:

  • Hund hat Mundgeruch
  • Hund stößt faulig auf
  • Hund riecht nach Fisch aus dem Maul
  • Hund stinkt aus dem Maul nach Verwesung
  • Hund stinkt krank

Auf diese Suchanfragen möchte ich heute Antworten geben!

Eine häufige Ursache von Mundgeruch bei Hunden sind Erkrankungen im Maul- und Rachenbereich, wie faulige Zähne, Zahnstein, Karies oder Zahnfleischentzündungen. Ebenso können aber auch innere Erkrankungen die Ursache sein. Deshalb sollte man Mundgeruch bei Hunden immer ernst nehmen.

Manche Hunde neigen auch zu einer von Hundebesitzern als besonders lästig und unangenehm empfundenen Angewohnheit, dem Kotfressen. Auch das kann schlechten Mundgeruch zur Folge haben. Der Grund für dieses von Tierärzten als Koprophagie bezeichnete Phänomen, ist in der Regel eine gestörte Darmflora. Aber auch gesunde Hunde fressen manchmal Kot. Auf jeden Fall solltest du deinem Hund dieses Verhalten schnell wieder abgewöhnen. Dazu kannst du entweder deinen Hund an der Leine führen, dann kann er nicht heimlich Kot fressen, oder wenn er frei läuft und du ihn beim Kotfressen erwischst, sofort ablenken und wegschieben. Achtung: Eine eventuelle Bestrafung darf nur während des Fressens erfolgen, auf keinen Fall danach. Dein Hund würde das sonst nicht verstehen. Andere mögliche Ursachen für das Kotfressen, wie Wurmbefall oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (z. B. eine Bauchspeicheldrüsen-Unterfunktion) kann am besten der Tierarzt erkennen und behandeln.

Dein Hund stinkt krank? – Was kannst du selber gegen Mundgeruch deines Hundes tun?

Wenn dir auffällt dass dein Hund aus dem Mund stinkt, solltest du als Erstes überprüfen ob du deine geliebte Fellnase auch richtig ernährst. Denn Hundefutter ist nicht gleich Hundefutter. Im Handel gibt es Futtermittel unterschiedlicher Qualität. Überprüfe das Hundefutter z. B. auf Zuckerzusätze und verzichte besser auf solche Produkte. Zucker wird von im Mund vorkommenden Bakterien bereits dort teilweise abgebaut, was unangenehme Gerüche zur Folge hat. Am besten du fütterst von Anfang an getreidefreies Trockenfutter oder zuckerfreies Fertigfutter.

Verzichte auf Billigfutter und verwende besser hochwertiges Futter. Minderwertiges Dosenfutter bildet oft hässliche grau-gelbe bis braune, mit der Zeit immer dicker werdende Beläge auf den Zähnen. Dieser Plaque kann insbesondere an den Zahnhälsen dann leicht Zahnentzündungen verursachen, die Folge ist Mundgeruch. Auch häufiges Füttern von Nassfutter beeinflusst die Mundflora negativ.

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Zuletzt aktualisiert am 19. März 2020 um 9:58 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Bei mangelnder Mundhygiene entsteht dann ein idealer Nährboden für Bakterien. Futtermittelreste können sich in den Lefzenfalten, Zahnfleischtaschen oder zwischen den Zähnen ansammeln. Jetzt werden Mundbakterien erst recht aktiv. Es bilden sich bakterielle Stoffwechselprodukte wie z.B. übel riechende Schwefelverbindungen. Diese Verbindungen sind dann verantwortlich für den schlechten Mundgeruch (Hund stinkt aus dem Maul, fauliger Maulgeruch) bei deinem Vierbeiner. Um dem vorzubeugen ist, regelmäßiges Zähneputzen mit einer speziellen Hundezahnpasta angesagt. Daran solltest du deinen Hund so frühzeitig wie möglich, am besten noch im Welpenalter, gewöhnen.

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Die Gewöhnung erfolgt am einfachsten in drei Schritten:

  1. Zunächst werden alle Zähne (auch die Schneidezähne) nach und nach mit dem Finger berührt, damit sich der Hund daran gewöhnt. Mit den Fingern dabei leicht über die Zähne streichen.
  2. Sobald der Hund an die Berührung gewöhnt ist, werden die Finger durch eine weiche Hundezahnbürste ersetzt (zunächst ohne Hundezahnpasta).
  3. Nach einiger Zeit kann dann eine Hundezahnpasta z. B. mit dem Wirkstoff CET verwendet werden. Es wird immer von Rot nach Weiß, also vom Zahnfleisch weg zum Zahnende hin gebürstet

 

Tipp: Am besten nach der Fütterung aber wenigstens zwei- bis dreimal in der Woche solltest du alle Zähne deines Hundes mindestens buccal (außen) bürsten. Wenn dein Hund das gut annimmt, kannst du auch versuchen innen zu bürsten. Ergänzt werden sollte die regelmäßige Zahnpflege noch durch eine jährliche Kontrolle der Zähne beim Zahntierarzt. Dein Hund wird es dir danken. Richtiges Zähnebürsten kannst du übrigens auch in Hundeschulen lernen oder trainieren. Des Weiteren gibt es auch spezielles Futter für die Pflege der Zähne. Dabei handelt es sich um Trockenfutter besonderer Beschaffenheit. Das Futter befreit die Hundezähne auf sanfte Weise vom Zahnstein und verhindert die Bildung von weiterem Zahnbelag. Das ersetzt zwar nicht die Zahnbürste, kann jedoch für Hunde die Zähneputzen überhaupt nicht tolerieren, eine mögliche Alternative sein. Auch Kauartikel z. B. aus getrockneter geruchsneutraler Rinderhaut sind für deinen Hund nicht nur ein leckerer Snack für zwischendurch, sondern es reinigt die Zähne und stärkt nebenbei noch das Gebiss.

 

 

Mundgeruch aufgrund innerer Krankheiten | Hund stinkt aus dem Maul nach Verwesung

In diesem Absatz werden folgende Problemstellungen beantwortet:

  • Hund stinkt aus dem Maul nach Verwesung
  • Hund riecht nach Fisch aus dem Maul
  • Hund stinkt krank

Immer wenn unangenehme Geruchserlebnisse wiederholt bzw. dauerhaft vorkommen, ist eine Abklärung der Ursache beim Tierarzt unbedingt erforderlich. Mundgeruch kann beim Hund immer auch ein Symptom ernster Erkrankungen sein. Das kann eine Entzündung des Rachenraumes, eine Magen-Schleimhautentzündung, eine Magen-Darm-Infektion, Wurmbefall, Pilzbefall, Diabetes oder sogar eine Erkrankung der Leber oder der Nieren sein. Ein Hinweis auf Diabetes kann z. B. häufiges Trinken sein. Auf Lebererkrankungen deuten gelbliche Augen und auf Nierenerkrankungen stechender Uringeruch hin. Wenn dir also auffällt, dass dein Hund sehr stark aus dem Maul stinkt und er gleichzeitig eine der oben beschriebenen Symptome zeigt, solltest du ohne Zögern handeln. Dein Hund hat Vertrauen zu dir. Erst abzuwarten, ob der Maulgeruch von selbst wieder verschwindet, ist der falsche Weg. Im Gegenteil, das kann deinem Hund sogar schaden. Die für den Mundgeruch verantwortlichen Erkrankungen könnten sich sogar noch verschlimmern. Vielleicht leidet dein Hund auch unter Schmerzen.

 

Welche Hausmittel helfen gegen Mundgeruch beim Hund?

Hausmittel können nur dann helfen, wenn die Mundhöhle des Hundes frei von Zahnstein und Entzündungen ist und keine inneren Erkrankungen dem Mundgeruch zugrunde liegen. Das Hausmittel Nr. 1 ist Chlorophyll. Mit dem grünen Pflanzenfarbstoff kannst du Mundgeruch bei deinem Hund einfach und effektiv bekämpfen. Dazu musst du nur frische Kräuter (z. B. Petersilie) unter das Futter mengen. Alternativ kannst du deinem Hund auch Chlorophyll Tabletten verabreichen. Ein anderes bewährtes Mittel gegen Mundgeruch sind rohe Karotten. Gib deinem Hund Möhren oder gelbe Rüben am Stück zum Zerkauen. Frische Petersilie, Pfefferminz-Blätter oder Basilikum-Blätter können auch gegen Mundgeruch helfen. Einfach klein gehackt ins Futter mischen.

 

 

Mundgeruch bei Welpen | Hund riecht nach Fisch aus dem Maul

Schlechter Mundgeruch kann bei Hunden auch im Welpenalter entstehen. Die Ursachen dafür sind genauso vielfältig wie bei einem ausgewachsenen Hund. Komplikationen beim Zahnwechsel, Kiefer-Erkrankungen, falsche Ernährung, Entzündung im Rachenraum, Wurmbefall oder eine Magen-Schleimhautentzündung können die Ursache sein. Ein typisches Problem beim Zahnen ist zum Beispiel, dass ein Milchzahn nicht ausfällt, oder abbricht und sich dann darunter Eiter bildet. Normalerweise fallen alle Milchzähne zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat des Welpen aus. Die verbleibenden Zähne (der Hund hat insgesamt 42 Stück), brechen danach durch. Daher hat die Zahnhygiene in den ersten Lebensmonaten eine besonders hohe Priorität. Du kannst idealerweise deine Welpen schon frühzeitig an dass Zähneputzen gewöhnen, dann fällt es später, wenn dass Zähneputzen wirklich wichtig wird, umso leichter. Je nach Ursache (z. B. während des Zahnwechsels) verschwindet der Mundgeruch ganz von alleine wieder. Dauert er jedoch an, ist ein Besuch beim Tierarzt unabdingbar.

 

Zum Schluss hier noch mal die wichtigsten Risikofaktoren für Mundgeruch beim Hund:

  • mangelnde Mundhygiene
  • kein regelmäßiges Zähneputzen
  • Bildung von bakteriellem Zahnbelag oder Zahnstein
  • Falsche Fütterung, z. B. zu viel Nassfutter
  • Neigung zum Kotfressen
  • Unerkannte schwere Erkrankungen

Wenn du diese Risikofaktoren beachtest und die beschriebenen Symptome rechtzeitig erkennst und ernst nimmst, wird dein bester Freund ein gesundes und glückliches Leben zusammen mit dir führen.

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